Notfallsanitäter Ausbildung - Referentenentwurf der Bundesregierung zur Novellierung des Rettungsassistentengesetzes liegt vor

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infobrochuere bestellenNach langer Zeit der Ungewissheit kommt nun Bewegung in die Diskussion um eine Novellierung des in die Jahre gekommenen Rettungsassistentengesetzes von 1989.

Bereits im Jahr 2008 hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Expertenrunde eingesetzt, die sich unter anderem aus Vertretern von Ländern, Fachverbänden aus dem ärztlichen Bereich und dem Bereich des Rettungsassistentenberufs und den Hilfsorganisationen zusammengesetzt hat. Sie hat die Arbeit zum 31. Oktober 2011 beendet..

Seit dem 25.05.2012 liegt ein Referentenentwurf der Bundesregierung zur zukünftigen Ausbildung zum Notfallsanitäter vor, der in naher Zukunft das zurzeit gültige Rettungsassistentengesetz ablösen soll.

Durch die Einführung des Berufsbildes des Notfallsanitäters soll die qualitative Versorgung der Notfallpatienten weiter verbessert werden. Dies wird erreicht durch eine völlige Neustrukturierung der Ausbildung, vor allem auch durch eine Anhebung der Zulassungsvoraussetzungen (z.B. zukünftig Realschulabschluss, der Hauptschulabschluss reicht nicht mehr aus) sowie eine Verlängerung der bisher zweijährigen Ausbildung auf drei Jahre, welche in enger Verzahnung zwischen der ausbildenden Schule, der Lehrrettungswache und dem Krankenhaus stattfinden soll.

Durch die angedachten Übergangsvorschriften vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter wird es also voraussichtlich nur noch dieses Jahr möglich sein, als Hauptschüler trotzdem Notfallsanitäter zu werden. Dazu muss die Ausbildung zum Rettungsassistenten aber noch in diesem Jahr begonnen werden.

Durch eine komplett neu ausgerichtete fachliche Qualifizierung wird es erstmalig auch ermöglicht, dem Notfallsanitäter zeitlich begrenzt während einer lebensbedrohlichen Situation die Ausübung der Heilkunde zu erlauben, d. h. notwendige, eigentlich dem Arzt vorbehaltene Maßnahmen zur Lebensrettung, am Patienten eigenverantwortlich durchzuführen.

Diese sogenannten invasiven Maßnahmen waren bisher nur in wenigen Ausnahmesituationen für einen Rettungsassistenten anwendbar, und dann auch nur ohne ausreichende und eindeutige juristische Legitimation. Rettungsassistenten bewegen sich seit Anfang an auf dünnem juristischen Eis bei der Durchführung solcher Maßnahmen. Hier verbessert der zukünftige Beruf des Notfallsanitäters erheblich die rechtliche Situation.

Durch die Entsendung von Notfallsanitätern an den Notfallort wird es möglich sein, die Entscheidung über das parallele Alarmieren eines Notarztes viel restriktiver zu handhaben als bisher. Notfallsanitäter werden Notfallpatienten auf hohem medizinischem Niveau behandeln und danach einem Arzt zur weiteren Behandlung zuführen. Zukünftig kommt nur noch in ausgewählten Situationen ein Notarzt zur Behandlung des Patienten an die Einsatzstelle, immer dann wenn das Spektrum der erweiterten Maßnahmen eines Notfallsanitäters nicht ausreicht bzw. wenn von vornherein bereits der Notruf erkennen lässt, dass dies der Falls ein wird. Dies können insbesondere chirurgische Notfallmaßnahmen sein oder stark in den Organismus eingreifende medikamentöse Therapien, die auch weiterhin der Ausbildung und Erfahrung eines Arztes bedürfen.

infobrochuere bestellenBereits tätige Rettungsassistenten behalten die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung und können sich innerhalb von fünf Jahren nach Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes entsprechend fakultativ weiterbilden bzw. staatlich prüfen lassen. Bei Nachweis einer mindestens dreijährigen Tätigkeit im Beruf des Rettungsassistenten können diese zudem nach Absolvierung einer weiteren Ausbildung von sechs Monaten Dauer bzw. bei fünfjähriger Tätigkeit im Beruf des Rettungsassistenten von drei Monaten Dauer, an einer staatlichen Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter teilnehmen.

Somit ist auch für bereits tätige Rettungsassistenten eine ausreichend lange Zeit gegeben, um sich zum Notfallsanitäter weiterzubilden bzw. durch staatliche Prüfung die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter zu erlangen.

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